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Apparative Verfahren

Apparative Verfahren

Unter Apparativen Verfahren versteht man den Einsatz von „Apparaturen“ (z.B. Tachistoskop oder Geräte zur Blickregistrierung) um eine Wahrnehmung zu erschweren (aktualgenetische Methoden) oder die Wahrnehmung dokumentieren zu können (Ermittlung der Aufmerksamkeit). Ziel ist dabei einerseits herauszufinden, inwieweit Firmenname, Logo, Produktgestaltung, Werbebotschaften etc. von einem Betrachter wahrgenommen und erkannt werden, andererseits wo genau eine Aufmerksamkeit erzielt werden konnte.

Besonders in der Markt- und Konsumentenpsychologie ist die präzise, schrittweise Analyse des Wahrnehmungsprozesses des Konsumenten von großer Bedeutung.

Sämtliche in der Marktforschung angewandten aktualgenetischen Methoden konzentrieren sich besonders auf die emotionale Erstanmutung von Werbebotschaften, Produkten, Marken etc. Dabei zielen die Verfahren entweder auf eine zeitliche Verkürzung oder auch eine zeitliche Ausdehnung des Wahrnehmungsprozesses, um so Wahrnehmungen oder Handlungen zu untersuchen, die unreflektiert verlaufen. Untersuchungen zeigen, dass in der menschlichen Wahrnehmung eine Bewertung des Wahrgenommenen häufig zu einem Zeitpunkt erfolgt, zu dem einem noch gar nicht bewusst ist, was man bewertet. Somit besteht der allererste Eindruck darin, dass Gefühle bzw. emotional getönte Wahrnehmungen vorherrschen, bevor – zunächst verschwommen, dann zunehmend deutlicher – bestimmte Inhalte erkannt und schließlich das Gesamtbild differenziert wahrgenommen wird.