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Studie "Billigautos": Des Deutschen liebstes Kind und der Trend zum „Billigauto“ – was darf es heute kosten?

Studie "Billigautos": Des Deutschen liebstes Kind und der Trend zum „Billigauto“ – was darf es heute kosten?

Wann wird ein Auto heutzutage als „Billigauto“ verstanden? Diese und einige weitere Fragen rund um das „Billigauto“ und die grundsätzliche Frage „Was ist überhaupt ein Billigauto?“ stellten die Marktforscher des Spiegel Institut Mannheim über 500 Frauen und Männern.

Brühl b. Mannheim, Mai 2012

Grafik Preiswert

Interessant war die Frage nach der magischen Preisgrenze eines „Billigautos“ – wann ist ein Billigauto kein Billigauto mehr? Bereits ein Drittel der vom Institut Befragten sah die Grenze schon bei 8.000 Euro als erreicht an. Mehr als zwei Drittel – ganze 70 Prozent – empfanden die Preisgrenze bei einem Betrag bis zu 10.000 Euro. Immerhin noch 10 Prozent der Befragten kategorisieren einen Wagen in den Bereich eines „Billigautos“ bei einem Betrag zwischen 16.000 und 30.000 Euro.

Im Westen nichts Neues

Als typische Produzenten für Billigautos treten besonders Hersteller aus Nah- und Fernost auf. Nach den Erkenntnissen aus der Umfrage des Instituts sind dies insbesondere Dacia, Kia, Lada, Daihatsu, Hyundai und Skoda. Deutsche Automobilhersteller werden überhaupt nicht mit dem Thema „Billigauto“ in Verbindung gebracht.

Grafik GründeAblehnung erfährt der Kauf eines „Billigautos“ insbesondere aufgrund der möglicherweise zu erwartenden ungenügenden Qualität (69 Prozent), der unter Umständen mangelnden Sicherheit (58 Prozent) und dem eventuell nicht aktuellen Stand der Technik (47 Prozent). Aber auch das persönliche Image spielt eine nicht unbedeutende Rolle: Immerhin 35 Prozent der Befragten lehnen das „Billigauto“ für sich selbst ab, da es persönlich nicht zu einem passt.

 

Gebrauchte bevorzugt

Grafik AusstattungGrundsätzlich würden sich die Studienteilnehmer, die sich gegen ein „Billigauto“ aussprechen, eher für einen günstigeren Gebrauchten als für ein neues „Billigauto“ entscheiden.
Nichts desto trotz gibt es Standardmerkmale, die ein Auto – egal welche Preisklasse – in jedem Fall mitbringen sollte: Hier entschieden sich die Befragten in erster Linie für die Sicherheit, wozu insbesondere der Airbag (91 Prozent) und das ABS (82 Prozent) zählen. Danach folgen komfort- und umweltbezogene Ausstattungsmerkmale, wie Radio (80 Prozent), eine Servolenkung (79 Prozent) und einem Motor, der der Abgasnorm Euro-5 entspricht (80 Prozent).

Als Resümee kann also bei dieser Studie festgehalten werden, dass „im Land der Autofahrer“ eine gewisse Skepsis gegenüber „Billigautos“ besteht, insbesondere, was Sicherheit und Qualitätsstandards anbelangt.

Erstaunlich, aber nicht wirklich überraschend ist der Fakt, dass auch heutzutage ein Auto noch immer den Inbegriff von Freiheit und Unabhängigkeit darstellt. Denn immerhin jeder Vierte der vom Institut befragten Teilnehmer zwischen 18 und 75 Jahren assoziiert die Begriffe Freiheit und Unabhängigkeit konkret mit dem Thema Auto. Dabei spielen insbesondere das Empfinden von Mobil sein und Beweglichkeit, gepaart mit Flexibilität die ausschlaggebende Rolle.